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Durchs wilde Kurdistan – Sehenswertes im Osten der Türkei

Türkei. Kurdistan Beitragsbild

Karl May beschrieb in seinem Roman „Durchs wilde Kurdistan“ den Orient und seine Bewohner. Selbst war er jedoch zu dem Zeitpunkt noch nicht in den Orient gereist. Unsere Eindrücke hingegen beruhen ausschließlich auf unseren eigenen Erfahrungen. Und irgendwie kam es uns schon vor wie ein „wildes Kurdistan“.

Nach aktuellem Stand (August 2017) wird vom Auswärtigen Amt zu Reisen in das Kurdengebiet (genauer gesagt Grenzgebiete und größere Städte wie Diyarkabir) dringend abgeraten. Auf unserer Fahrt durch die Türkei haben wir uns jedoch aufgrund der Erfahrungsbericht anderer Reisender dazu entschieden es trotzdem zu wagen. Immerhin sind wir mobil und können dem Gebiet jederzeit den Rücken kehren, sollte es uns doch zu heiß werden.

Die Durchfahrt haben wir nicht bereut – im Gegenteil: die Region ist landschaftlich wunderschön und „Kurdistan“ kam uns tatsächlich auch eher vor wie ein neues Land, als eine Provinz der Türkei. Die Kurden sprechen eine eigene Sprache, die zum Zweig der iranischen Sprache gehört. Auch kulturell sind sie sehr eng mit den Iranern/Persern verwandt. Auffällig war, dass viele blaue Augen haben, was in Verbindung mit dem dunklen Teint besonders auffällt.

Überall im Kurdengebiet haben wir eine sehr hohe Polizei- und Militärpräsenz mit sowohl aktiven als auch inaktiven Kontrollposten gesehen. Die Kontrollposten sind teilweise massiv geschützt und die Straßen schnell barrikadierbar. Die Polizei fährt hier ausschließlich voll gepanzerte Jeeps und z.T. sind Stützpunkte durch Panzer gesichert. Im Rest der Türkei hatten wir so etwas nicht gesehen. Diese starke Präsenz besteht jedoch nicht erst seit den Ereignissen im Juli 2016, sondern war in ähnlicher Form bereits 2014 als Fridolin mit der Allgäu Orient Rallye dort war vorhanden. Für uns hat es tatsächlich eher den Eindruck eines besetzten Gebiets gemacht, als ein „normaler“ Teil der Türkei zu sein.

In Van ist uns auch die enorme Anzahl an Türkei-Flaggen und Werbeplakaten mit Staatsoberhaupt Erdogan darauf aufgefallen. In Erzurum gibt es ein Denkmal das an die Opfer des Putschversuches im Juli 2016 erinnernt, das rund um die Uhr von zwei Polizeifahrzeugen bewacht wird. Offenbar gibt es doch den ein oder anderen, der mit dem Denkmal nicht ganz einverstanden ist.

Im Kurdengebiet speziell im östlichen Bereich gibt es viele armenische Kirchen zu sehen wie z.B. die bekannte Kirche auf der Insel Akdamar. Und spannend fanden wir auch die hohe Anzahl iranischer „Touristen“ in dieser Region.

Die Highlights der Region haben wir in den folgenden Berichten niedergeschrieben:

 

Nemrut Dagi >> hier geht’s zum Beitrag
Nemrut Krater >> hier geht’s zum Beitrag
Van See mit der Insel Akdamar >> hier geht’s zum Beitrag
Levent Vadisi >> hier geht’s zum Beitrag

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