Iran

Erkunde Qeshm und Hormuz! Das beste Winter-Reiseziel im Iran

Iran: Qeshm_Beitragsbild

Mit dem Auto auf die Insel // Sehenswertes und Ausflüge auf Qeshm // Hormuz // Übernachtungsmöglichkeiten (Homestay und Camping)

Qeshm ist mit einer Länge von ca. 136 km die größte Insel des Iran und auch des Persischen Golfs. Aufgrund der südlichen Lage herrschen im Sommer extrem hohe Temperaturen um die 35-45 Grad, im Winter dafür angenehme Temperaturen um die 20-25 Grad. Wir haben den Aufenthalt auf der Insel genutzt um dem kalten Winter im Norden zu entkommen. Ca. 3 Wochen haben wir die Annehmlichkeiten des Insellebens genossen.

Wir haben natürlich in unserem Balu gelebt, doch all diese Ausflüge sind für alle Touristen geeignet. Auf der Insel kann man sich entweder einen Guide nehmen oder einfach ein Taxi für kurze und auch lange Fahrten mieten.

Qeshm ist wie viele Inseln im Iran eine zollfreie Region. Das führt allerdings zu einigem Papierkrieg wenn man mit dem Auto hin möchte oder aber tanken… an den Preisen merkt man davon jedenfalls nichts.

Hier findest du einige Tipps zu deinem Qeshm-Urlaub!

 

Mit dem Auto nach Qeshm

Die Fähre

Wir möchten Balu natürlich auf Qeshm mitnehmen und können daher nicht die Personenfähre aus dem Hafen von Bandar Abbas nehmen, sondern müssen den 82km entfernt liegenden Fährhafen Bandar-e Pol nehmen. Dort können wir aber nicht direkt auf die Fähre fahren sondern müssen zunächst links vom Bezahlhäuschen in die Zoll-Abfertigung. Hier werden alle Papiere (Carnet de Passage, Fahrzeugdokumente, etc.) benötigt um das Auto für die Überfahrt auf die zollfreie Insel vorzubereiten. Nachdem alles kopiert und dokumentiert ist bekommen wir noch etwas Papierkram in die Hand gedrückt und dürfen aufs Schiff. Leider kann die Fährgebühr nur mit einer iranischen Kreditkarte beglichen werden. Daher müssen wir wieder an die Seite fahren und warten, bis sich ein Iraner findet, der unseren großen Geldschein wechseln kann und zudem noch bereit ist gegen Bargeld seine Kreditkarte herzugeben. Der Freundlichkeit der Iraner sei Dank geht das jedoch recht schnell. Und schon können wir auf die Fähre!

Kosten Hinfahrt: 650.000 Rial für 2 PAX mit Auto

Für die Rückfahrt ist kein Papierkram mehr nötig, allerdings müssen die Zollpapiere der Hinfahrt vorgezeigt werden. Außerdem fallen die Kosten für die Fähre an.

Kosten Rückfahrt: 170.000 Rial

 

Tanken auf Qeshm

Da Qeshm eine zollfreie Insel ist, führt der simple Akt des Tankens uns unerwartet in einen kleinen Papierkrieg. Ganz unbedarft wollten wir nur ein paar Liter Diesel tanken. Doch an der Tankstelle wurden wir erst einmal zum nebenan liegenden Zollhaus gebracht. Fridolin verschwand für geschlagene 30Minuten in den Untiefen und kam mit jede Menge Papierkram, einem Beamten und der Genehmigung für 30 Liter Diesel zurück. An der Tankstelle nebenan haben wir letztendlich unser gewünschtes Gut erhalten. Noch ein paar Selfies und 45 Minuten später hatten wir wieder einen vollen Tank.

Tankstelle: 26.975339, 56.236902.

Zollhaus: das Haus stadtauswärts direkt dahinter

 

Sehenswertes und Ausflüge auf Qeshm

Statues valley

Ein sehr ruhiges und weites Tal, das von skurrilen und spannenden Steinformationen umgeben ist und durchzogen wird (26.74224, 55.71376). Außer uns war niemand weit und breit zu sehen. Wir haben Balu abgestellt und sind einfach etwas durch die Landschaft spaziert, dabei lässt sich allerlei entdecken. Eintritt ist nicht zu zahlen, dieses Stückchen Natur ist umsonst!

Iran: Statues Valley
Statues Valley
Stars Valley – ohne Sterne

Stars Valley ist eine der bekanntesten Attraktionen von Qeshm (26.870132, 56.123072). Da es einen UNESCO-Stempel trägt muss vorab Eintritt gezahlt werden, der dich jedoch mit 20.000 Rial (ca. 0,30€) nicht arm macht. Dafür gibt es ein Klohäuschen, ein Infohäuschen und einen Parkplatz…

Zu Fuß geht es dann auf Erkundungstour. Im Gegensatz zum Statues Valley sind die großen Steinformationen hier auf engstem Raum gebündelt, dazwischen lassen sich noch Verlaufsformen und Strömungslinien von Wasser erkennen. Auch von oben können wir in die Steintäler schauen. Außerdem können wir auf dem oberen Plateau noch weiter in Richtung Norden laufen um den Sonnenuntergang zu bewundern.

Alles in allem ist das Gebiet relativ klein aber schön anzusehen und irgendwie lustig, zwischen den Steinsäulen hindurch zu klettern.

Der Begriff Stars Valley ist allerdings eine Enttäuschung. Wir haben Stars Valley zusammen mit Julian erkundet, dem kletternden Radler von Bike2Climb, den wir bereits in Georgien getroffen haben. Gemeinsam möchten wir an diesem schönen Platz campen und die Sterne im Stars Valley sehen. Leider dürfen wir nur am Eingang des Areals campen und nachts nicht  in das Tal laufen. Der Eingang wird rund um die Uhr bewacht, nur die Wüstenfüchse schleichen sich durchs Tal. Zwar haben wir von Schleichwegen durchs Gebüsch gehört, doch möchten wir unsere Aufpasser nicht verärgern. Außerdem steht da auch noch die ominöse Geschichte mit den Nacht-Kreaturen im Raum… auf Qeshm leben noch sehr traditionelle Familien mit sehr ursprünglichen Ansichten und Aberglauben. Einer davon ist die Angst vor Nacht-Kreaturen. Zugegeben – das ist nicht unsere größte Sorge – aber wir respektieren die Regeln.

 

Namakdam-Salzdom

Im eher untouristischen Westen der Insel befindet sich ein riesiger Salzdom.

Anfahrt: zwar kann man die Küstenstraße im Süden der Insel vom Flughafen aus fahren, jedoch ist diese extrem löchrig und in schlechtem Zustand. Besser ist die Anfahrt über den Norden!

Wir sind mittags am Parkplatz angekommen, wo uns zunächst Taschenlampen und ein Guide angeboten wurden. Beides lehnten wir dankend ab – wobei eine leistungsstarke Taschenlampe wirklich notwendiges Equipment ist! Über ein ausgetrocknetes Flussbett führt der Weg wenige Meter bis zum Eingang der ersten Höhle  (26.610953, 55.51399). Dies ist auch die Haupthöhle und Hauptattraktion für die meisten Besucher. Gemeinsam mit einer iranischen Gruppe, die sich den Guide und lichtstarke Taschenlampen gegönnt hat, begeben wir uns in die Höhle. Schon der Eingang ist phänomenal. Denn hier hängen nicht nur ein paar Salzbrocken von der Decke, sondern der ganze Berg scheint aus bunt leuchtendem, glänzendem und geschichtetem Salz zu bestehen! Schnell verliert sich das Tageslicht im Inneren der Höhle, es wird dunkel, feucht und beklemmend, aber es bleibt spannend! Nach 150-200m erreichen wir das vermeintliche Ende der Höhle. Doch diese Höhle ist noch viel größer! Wir können unter der Salzmauer durchschauen und sehen, dass hinter diesem Hindernis die Höhle noch tiefer in den Berg führt. Ohne Guide sollte man sich jedoch nicht zu weit in die Höhlen wagen!

Iran: Salzdom Google Maps
Unter Bandar-e Doulab ist deutlich der große, kreisrunde Salzdom zu erkennen

An dieser vorderen Stelle können wir sonst nichts entdecken. Jedoch ist der Salzdom noch viel größer! Es gibt noch zwei weitere große Salzhöhlen.

Wobei die zweite hinterm Berg nur mit Guide begangen werden darf und die dritte nur mit Guide und als Geologe sowie mit Genehmigung.

Eigentlich möchten wir an diesem Tag noch mehr von der außergewöhnlichen Salzlandschaft entdecken. Doch ein Regenschauer setzt ein. Plötzlich verwandelt sich das ausgetrocknete Flussbett in einen reißenden Fluss. Ein Überqueren und Zugang zu den Salzhöhlen ist nicht mehr möglich und dazu noch sehr gefährlich jetzt – wo das Salz von Wasser getränkt wird. Die Landschaft hat uns fasziniert und wir bleiben über Nacht, um am nächsten Tag erneut unser Glück zu versuchen.

Am nächsten Morgen ist der Fluss deutlich schmaler geworden und lässt sich auch schon wieder überqueren. Die Guides hier raten allen ankommenden Besuchern vom Begehen der Höhle ab – selbst von außen ist aufgrund des durchnässten Bodens schwer ranzukommen.

Doch wir sind neugierig und wandern ein bisschen durch die Landschaft, außen um den ersten Salzberg. Allein dieser Weg ist unglaublich spannend, da sich hier noch viel mehr von der bizarren Salzlandschaft entdecken lässt. Auch an einem der gefährlichen Salzlöcher kommen wir vorbei, ein großes und tiefes Loch das neben dem Weg in den Salzberg ragt. Das sollte man wohl besser nicht übersehen… auf dem Weg in das Tal führt uns unser Weg vorbei an einem weiteren gigantischen Salzhöhleneingang, der jedoch nicht leicht erreichbar ist. Nur wenig weiter gibt es einen zugänglicheren Höhleneingang. Wegen der starken Regenfälle vom Vortag mögen wir nicht allzu tief in diese Höhle vordringen. Doch weiter hinten lässt sich in der Dunkelheit ein neuer Lichtschimmer erahnen. Wir können nur ahnen wie groß und tief diese Höhle ist. Wir vermuten sie ist auch mit dem naheliegenden Eingang verbunden. Eine Höhlenexpedition ist uns zu gefährlich, spannend ist der Ausflug allemal!

 

Mangroves Tour und frischer Fisch

In unserem Homestay bietet sich die Möglichkeit einer Mangroven-Boots-Tour mit Fischen. Wir freuen uns darauf, hatten wir doch in Thailand bereits eine tolle Mangroven-Tour, die uns sehr gefallen hat. Mit einem einfachen Boot werden wir entlang der Mangroven zu einem günstigen Angler-Spot gefahren. Geangelt wird aber nicht mit spießiger Angel, sondern professionell mit Nylon-Schnur und Köder. Das Prinzip ist zwar leicht verständlich, doch das Feingefühl für anbeißende Fische und im richtigen Moment die Schur raus zu ziehen muss gelernt sein… ich fange keinen einzigen Fisch und verliere schnell die Lust, beobachte lieber die großen Schildkröten, die rings um uns immer wieder den Kopf aus dem Wasser stecken. Fridolin ist erfolgreicher. Am Ende haben wir ca. 8 Fischlein im Eimer, den größten Teil haben unsere Begleiter gefangen. Auf dem Rückweg machen wir noch Halt an einer Insel, auf der die Mangroven wachsen. Doch die sind hier ganz anders als wir es aus Thailand kennen. Viele feine Wurzeln ragen aus dem Boden, das Netz ist viel dichter und die Insel daher sehr kompakt. Später am Abend kommen wir noch einmal zurück und grillen frische Fische auf einem simplen BBQ, die Fische werden vorher auch nicht ausgenommen und direkt vom Grill gegessen. Das ist nicht so unser Ding aber der Abend auf der Insel wird sehr angenehm.

Vorher aber bringen wir unseren Fang nah Hause und Fridolin nimmt seine Fische, unter Anleitung der Hausdame mit der Ledermaske, selbst aus. Als er dann auch noch in der Küche die Grillzange schwingt gucken die Frauen im Haus nicht schlecht. „Mein Mann hat noch nie gekocht“ flüstert sie mir…

Fridolin genießt seine Mahlzeit – so frischen Fisch hatte er noch nie auf dem Teller!

 

Tagesausflug nach Hormuz

Täglich 2x verkehrt die Personenfähre von Qeshm nach Hormuz. Eine morgens um 07:00 Uhr und zurück um 14:00 Uhr. Wir haben uns morgens ein Taxi auf der Straße gesucht (bzw. ein vorbeifahrendes Auto) das uns zum Hafen bringt. Auf Hormuz selbst haben wir uns zu fünft ein Tuktuk geteilt – die übliche Art einmal in der verfügbaren Zeit die Insel zu umrunden. Dabei hält das Tuktuk an allen bekannten und schönen Plätzen auf der Insel, bzw. wo auch immer man möchte.

Iran: Hormuz
Die bunten Berge von Hormuz

Wir haben zunächst in einem Guesthouse gefrühstückt und sind anschließend auf Erkundungsfahrt gegangen. Dabei haben wir einen Salzberg gesehen, die wunderbar bunten Berge, verschiedene Küstenabschnitte und die Mangroven der Insel. Nach einem kurzen Lunch ging es dann auch schon wieder zurück. Hormuz beeindruckt vor allem wegen seiner farbenprächtigen Landschaft. Diese bei einem Round-Trip zu erleben war genau das richtige für uns. Du kannst auch länger auf Hormuz bleiben. Es gibt eine Auswahl an Guesthouses und sehr beliebt ist auch der berühmte Hippie Strand, an dem man sein Zelt aufschlagen kann. Wir haben Menschen getroffen, nachdem sie an diesem Strand waren, die extrem relaxt gewirkt haben 😜

Iran: Hormuz
Hormuz ist bekannt für sein extrem rotes Gestein
Chahkooh Canyon

Dieser Canyon ist definitiv eines der Highlights auf Qeshm (26.688629, 55.536883). Eine von Wassermassen geformte Schneise zieht sich durch das poröse Gestein und hat dynamische Rundungen und Formen hinterlassen. Vom Parkplatz aus führt der Pfad durch die idyllische Landschaft. Das noch weitläufige Tal mit Bäumchen und grünen Sträuchern zieht sich immer tiefer in den Canyon, der schon bald immer enger wird.

Iran: Canyon auf Qeshm
Chahkooh Canyon

Irgendwann müssen wir über Steine klettern und dringen immer tiefer in den malerischen Canyon ein. Da es am Vortag unseres Besuchs stark geregnet hat sind viele der Senken im Boden und Löcher mit Wasser gefüllt, was ein authentisches Bild darstellt. Vom Hauptcanyon abweichend gibt es einen tiefen, querliegenden Spalt, der durch ein Erdbeben entstand und den wir ebenfalls erkunden können. Der Canyon ist gut besucht, für einen entspannten Besuch lohnt es sich ihn vor Mittag zu besuchen.

Iran: Canyon auf Qeshm
Enge Spalte im Chahkooh Canyon
Kamele beobachten

Qeshm bietet viel wüstenähnliche Landschaft und einen geeigneten Lebensraum für Kamele und Dromedare (wobei die Iraner dazwischen keinen Unterschied machen). Auf unserem Weg haben wir Kamele beobachten können, konnten ganz nah ran gehen und sie sogar „in Aktion“ erleben, wie ein Männlein ein Weiblein gejagt hat, es versucht hat in die Beine zu zwicken und am Ende seine Eroberung betört hat. Das ist wie den Wildlife Channel zu sehen – nur eben in echt!

Iran: Kamele in Aktion
Kamel-Liebe
Iran: Kamele in Aktion
Kamel-Liebe
Traditioneller Bau der Holzschiffe

Auf Qeshm werden noch ganz traditionell Holzschiffe gefertigt. Das konnten wir im Norden, nahe unserer Unterkunft Medali Homestay, am Ufer der Insel sehen. Hier lagen mehrere halbfertige Holzschiffe am Ufer, bereit für die weitere Bearbeitung. Die Holzstämme liegen daneben, auf ihre Bestimmung im Boot für den notwendigen Halt zu sorgen, wartend.

Iran: Holzschiffbau
Holzschiffbau

An vielen Stellen können wir auch die Zimmermannsnägel sehen, die tief ins Holz geschlagen werden. Von einem Bootsbauer erfahren wir jedoch von der abnehmenden Konkurrenzfähigkeit der Holz-Lastschiffe auf dem Schiffsmarkt. Und dass sein Business wohl ebenfalls nicht mehr lange überleben kann. Immerhin werden die Holzboote mit viel händischer Arbeit und Liebe zum Detail gefertigt. Wir hoffen es wird auch zukünftig viele Abnehmer für dieses Kunsthandwerk geben!

Nicht nur im Norden, auch im Süden soll es die Möglichkeit geben diese Holzboote im Bau zu sehen.

Iran: Holzschiffbau
halbfertiges Holzschiff

Unterkünfte und Stehplätze

Homestay mit Campingmöglichkeit
Shabaye Talai

26.93289, 56.26927

Einer unserer Lieblingsspots auf der Insel. Direkt neben einem öffentlichen Park liegt das Restaurant Shabaye Talai, das von Annelie (einer Deutschen) und Ali betrieben wird. Die beiden heißen Gäste wärmstens willkommen, wir haben uns sehr gut aufgehoben gefühlt. Der Parkplatz, den wir direkt vorm Restaurant einnehmen durften, ist normalerweise nicht zugänglich, wird jedoch für ausländische Gäste der beiden gerne zur Verfügung gestellt. An der Schranke einfach kurz sagen, dass du die beiden besuchst! Daher stehen hier gerne ein oder mehrere Overlander nebeneinander. Der Park ist bewacht und daher sicher. Im Restaurant kannst du einfach relaxen, aber auch gut essen.

Hast du keinen mobilen Untersatz dabei kannst du auch einfach im Park campen, wie es die Iraner tun, oder bei Annelie und Ali ein Zimmer mieten. Denn neben dem Restaurant bieten Sie günstige Unterkünfte für Reisende an. Daher können auch Overlander gegen Kleingeld duschen, Wäsche waschen und das WLAN benutzen. In Laufentfernung gibt es Malls zum Einkaufen, ein Supermarkt ist jedoch ca. 2 km entfernt. Die beiden helfen auch gerne bei der Organisation und Durchführung von Touren auf der Insel.

Medali Homestay

26.72848, 55.61704

Einer unserer ersten Stops auf der Insel war dieses familiengeführte Homestay. Es liegt abseits von großen Dörfern und zentral auf der Insel gelegen. Das Meer liegt in Laufweite und ringsum bietet sich viel Natur.

Mit unserem Balu durften wir umsonst im Garten campen. Lediglich für die Verköstigung (welche keine Pflicht ist) wurde etwas berechnet. Die Unterkunft bietet einfache Zimmer an, die typisch iranisch ausschließlich mit einem Teppich ausgestattet sind. Das typische Schlaf-Equipment bestehend aus einer Unterlage und Decke gibt’s natürlich auch. Die Familie mit kleinem Mädchen sowie Bruder und Tante kümmert sich liebevoll um ihre Gäste. Auch gemeinsames traditionelles Essen kann zelebriert werden, wobei die Frau des Hauses auf einer heißen Platte leckeres knuspriges hauchdünnes Brot frisch zubereitet. Im Garten gibt es fast täglich ein Lagerfeuer und im Hof hängt eine Hängematte für relaxte Stunden. Der Hausherr organisiert gerne Touren aller Art auf der gesamten Insel und organisiert auch gerne die An- und Abreise nicht mobiler Gäste. Die Familie lebt sehr traditionell und verhält sich auch so. Beispielsweise trägt die Tante immer ihre lederne Maske. Die sanitären Anlagen sind in einem tip top Zustand. In Laufentfernung gibt es einen kleinen Supermarkt. Wir haben uns in diesem Haus rundum wohl gefühlt!

 

Camping
Statues valley

26.74224, 55.71376

Selber haben wir hier nicht gecampt, das Tal bietet aber unbegrenzte Möglichkeiten! Während unseres Aufenthaltes haben wir keine andere Person gesehen. Es gibt unendlich viel Platz und jede Menge Ruhe!

Chahkooh Canyon

26.688896, 55.536024

Für  eine Nacht haben wir auf dem öffentlichen Parkplatz des Canyon geschlafen. Tagsüber ist er leider stark frequentiert, nachts dafür absolut ruhig, da er weit ab vom Dorf liegt.

Am Südufer – frei am Strand

26.64043, 55.60894

Im Süd-Westen der Insel gibt es einen schönen Spot, der etwas abseits der Straße liegt und von dieser nicht einsehbar ist (davon mal abgesehen, dass diese Straße kaum genutzt wird). Der Weg ist leicht sandig aber auch ohne 4×4 leicht zu bewältigen. Da der Spot von Touristenattraktionen und Touristenrouten abgelegen ist verirren sich kaum Menschen hierher, es sei denn sie sind ebenso wilde Camper oder Einheimische. Auf dem Meer fahren auch nachts Boote. Wir haben gelesen, dass ab und zu auch Kamele vorbei kommen, gesehen haben wir leider keine.

Wir haben an diesem Platz ungestörte 3 Nächte verbracht. Leider kam dann ein Einheimischer vorbei, der uns nicht ganz geheuer war, was uns zum Weiterfahren bewog. Davon mal abgesehen ein genialer Platz!

Stars Valley

26.93289, 56.26927

Am Infohäuschen konnten wir bewacht parken. Da gibt es auch eine Toilette. Das Tal darf man nachts jedoch nicht betreten. Soweit wir gesehen haben gibt es jedoch schöne Zelt-Spots rechts hinter dem hintersten Parkplatz!

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